Asthma – Entstehung und Arten

Bei mir wurde vor einige Jahren nicht allergisches, mittelschweres Asthma diagnostiziert. Wobei der Krankheitsverlauf recht typisch sein soll. Als Schulkind hatte ich immer wieder mit einer Bronchitis zu kämpfen. Hinzu kam dann der Heuschnupfen, der allerdings die ersten Jahre so gut wie unbehandelt blieb. Irgendwann wurde der Heuschnupfen jedes Jahr zur Belastung und die Überreizung der Atemwege auf Dauer führte dazu, das der allergische Schnupfen eine Etage tiefer rutschte und zum nicht allergischem, chronischen Asthma wurde. Also kann man nur jedem raten, seinen Heuschnupfen so gut wie möglich zu behandeln.

Unter Asthma bronchiale versteht man „nicht allergisches Asthma“ und „allergisches Asthma“. In Deutschland sind 10 von 100 Kindern davon betroffen. Leider wird eine Asthmaerkrankung bei Kleinkindern häufig übersehen, da eine Diagnose auch nicht immer leicht, aber durchaus möglich ist. Wichtig ist, das Asthma möglichst früh erkannt und behandelt wird. Ansonsten kann es zu Langzeitschäden in den Atemwegen kommen. Bei ca. 50% der Kinder verschwindet das Asthma ab dem siebten Lebensjahr wieder. Wobei dies bei Jungen wesentlich öfters geschieht als bei Mädchen. Jeder zwanzigste Erwachsene hat eine Form des Asthmas und weltweit sind ca. 300 Millionen Menschen betroffen. Der Anteil der Frauen die Asthmatiker sind, ist höher als der von Männern.

Nicht allergisches Asthma

Hier wird das Asthma nicht durch Allergene ausgelöst. Auslöser sind vielmehr Stress, Staub, Lufttemperaturwechsel (z.B. wenn man aus der warmen Luft in die kalte Luft kommt), Parfüm, Tabakrauch, etc. Der Bildung dieses Asthmatyps gehen z.B Infektionen der Atemwege voraus, unbehandelter Heuschnupfen, Reaktionen auf Schmerzmittel, Rückfluss von Magensäure (Refluxkrankheit) und unter anderem auch Duftstoffe. Reinigungsmittel die gesprüht werden und Raumduftsprays können das Risiko an Asthma zu erkranken extrem erhöhen.

Infektasthma

Wird Asthma durch Infektionen der Atemwege auf Grund von Bakterien und Viren ausgelöst, spricht man auch von Infektasthma. Infektasthma ist aber nicht mit dem chronischen Asthma bronchiale gleich zu setzen und tritt nicht bei jeder Infektion auf. Aber Infekte der Atemwege können die Entstehung des chronischen Asthma fördern. Besonders wenn diese Häufig auftreten und auf unbehandelt bleiben. Gerade Kinder können davon betroffen sein. Eltern deren Kinder sehr häufig Atemwegsinfekte haben, sollten Ihren Kinderarzt darauf ansprechen und über die möglichen Risiken einer chronischen Asthmaerkrankung Ihres Kinder reden.

Schmerzmittelasthma

Es gibt Asthmatiker die sind vom sogenannten Schmerzmittelasthma betroffen, dass durch bestimmte Medikamente ausgelöst wird. Das bekannteste Schmerzmittel, das diese Form des Asthma auslöst ist Acetylsalicylsäure (ASS). Diclofenac, Ibuprofen und Aspirin sind unter anderem als auslösende Medikamente bekannt. Asthmatiker sollten sich daher in der Apotheke beraten lassen, bevor Sie ein Schmerzmittel erwerben. Auch ältere Menschen sollten wenn möglich asthmaauslösende Schmerzmittel meiden, da Sie ggf. hierauf empfindlicher reagieren.

Allergisches Asthma

Diese Form wird durch Allergene in der Umwelt ausgelöst. Diese atmen wir ein und es kommt zu der typischen Verengung der Atemwege. In der Regel entsteht sofort eine Reaktion auf die Allergene. Möglich ist, das es sogar zu einer zweiten, nachfolgenden Reaktion kommt, die bis zu 12 Stunden später eintritt. Auslöser können z.B. Tierhaare, Pollen, Hausstaubmilben diverse andere allergische Reize sein.

Asthma trigger

Allergisches Asthma scheint vererbbar zu sein. Bei Kindern, deren Eltern beide allergisches Asthma haben, besteht ein 60% – 80% Risiko einer Erkrankung.
Interessant ist, dass Frauen die während Ihrer Schwangerschaft auf dem Land leben und Kontakt zu Getreide, Stroh und Tieren haben, damit das noch ungeborene Leben vor späterem Asthma schützen können. Diese Kinder sollen später seltener allergisches Asthma bekommen.

Anstrengungsasthma, Belastungsasthma

Diese Asthmaform tritt in der Regel nur auf, wenn der Betroffene sich bewusst oder unbewusst in körperliche Anstrengungen begibt. Auslöser können also u.a. Treppensteigen,
Wanderungen, Schwimmen, Joggen und alle anderen Sportarten sein. Aber es wird auch beobachtet, das Belastungsasthma häufig zusammen mit allergischem Asthma auftritt.
Bei der Entstehung dieses Asthmatyps, ist häufig kalte Luft beteiligt. Wer beim Sport kalte und trockene Luft einatmet und dies regelmässig macht, kann damit die Schleimhäute der Bronchien austrocknen. Dies beeinträchtigt wiederum das Reinigungssystem der Bronchien, so dass es mit der Zeit die Reizung zunimmt und Belastungsasthma entstehen kann. Wer Sportarten an der kalten Luft meidet (Radfahren, Joggen , Skifahren), verringert dadurch auch die Gefahr an Belastungsasthma zu erkranken.
Aber wer diese Form des Asthmas bereits hat, sollte auf keinen Fall auf Sport und körperliche Anstrengungen verzichten. Untersuchungen zeigen, dass sich hierdurch die Symptome weiter verschlechtern können.

Wenn man das alles so liest, könnte man meinen wir sollten unsere Lunge in Watte packen.
Joggen in  den Wintermonaten? Asthmagefahr! Die Nachbarskatze streicheln? Asthmagefahr! Schmerzmittel einnehmen? Asthmagefahr! Raumspray benutzen? Ohje!
Ich denke wir sollten mit der Vorsorge bei unseren Kindern anfangen und bei Ihnen versuchen zu vermeiden, was uns Asthmatiker schon lange begleitet.

6 Gedanken zu „Asthma – Entstehung und Arten

  1. Die veruntreute steife Oberlippe. Eine versuchte Erklärung des Trauerspiels. Die Wirkung einer steifen Oberlippe auf die Atmung, das Herz und die körperliche Befindlichkeit spürt man so leicht, aber die Weitergabe dieses Wissens muss anscheinend in der heutigen Zeit nur schriftlich geschehen.. Das heißt, man kommt zu der Worthülse Selbstdisziplin statt der einfachen Aufforderung zur Nachahmung muss die Vermittlung etwas mehr als Lippenübungen beinhalten.
    Wenn die Wirkung der steifen Oberlippe nicht vermittelt werden darf, braucht man mehr Asthmamittel für die Atmung.

    .

    1. Vielen Dank für den Beitrag. Leider liefern Sie keine weiteren Erklärungen, aber wenn ich es richtig verstanden habe ist mit der „steifen Oberlippe“ die Rede von einer Art Akkupressurpunkt. Ich weiß, dass viele Asthmatiker ihre eigenen Wege gefunden haben um mit Ihrer Krankheit fertig zu werden. Auf einer Kur lernte ich jemanden kennen, der sagte er habe sein allergisches Asthma mit Bauchatmung „weggeatmet“. Konnte aber nicht vermitteln wie er es genau getan hat. Eine andere Person behauptet das allergisches Asthma und andere Allergien allein durch die Gabe von hohen Dosen Vitamin C und Ernährungsumstellung in den Griff bekommen zu haben. Damit geht es Ihm seit Jahren blendend. Ich persönlich denke, dass es ratsam ist Neuem gegenüber aufgeschlossen zu sein. Gerade bei einer Krankheit, von der die Schulmedizin behauptet sie wäre nicht heilbar.

  2. Lieber Asthmablog.
    Drückt man mit dem Finger an einer Lippe, so wird die Atmung asthmawirksam vertieft. gach.gv26 ergoogeln. Das ist erstaunlich. Die steife Oberlippe wirkt so.

    Ich empfehle die in Russland bekannten Übungen nach Frau Strelnikova.
    Siehe eines der vielen Videos bei shttps://www.youtube.com/watch?v=GvQXH4c7PDM mit Kindern in der Schule.
    Es heißt laut und scharf durch die Nase Luft holen. Das heißt: mit zusammen gedrückten Lippen so dass durch Reflex die Atemwege natürlich und nicht durch eine chemische Keule (Spray) entspannt werden.
    Siehe „Das System von Atemübungen nach A.N.Strelnikova“ für Einzelheiten in deutscher Sprache.

  3. Zusätzlich zu meinem Kommentar vom 11. März 2017 wäre die englische Beschreibung der Übungen für Asthmatiker „Breathing Exercises of Alexandra Strelnikova“ zu erwähnen. Hier sind nämlich Verbesserungen im Lungenvolumen ohne Spray festgestellt. Zwar wäre ein Fortschritt auch bei Yoga (Wechselatmung) ohne „chemische Keule“ zu erwarten, aber man muss dann einen Finger an der Nase halten. Die etwa zehnprozentige Steigung im Lungenvolumen war für mich sehr motivierend und muss als ein Meilenstein auf dem Gebiet gelten

  4. Schulmedizin und Asthma
    Dass Lippendruck eine Reflexzonenwirkung auf die Tiefe der Atmung hat, liegt auf der Hand, aber die Schulmedizin unterschlägt diese Einsicht, weil sie die Wirkung der Nasenatmung auf Erwärmen, Anfeuchten und Filtrieren der Atemluft einschränkt. In Umkehrschluss ist lautes, scharfes Einatmen durch die Nase wirksam gegen Asthma.
    Ein tragischer Medizinskandal.

  5. Die Lippenbremse, Bei mir auch für die Einatmung durch die Nase

    Bei Wikipedia liest man über die Lippenbremse (LB). „Hierbei wird gegen die locker aufeinanderliegenden Lippen ausgeatmet. Der dadurch erhöhte Widerstand bei der Ausatmung sorgt für einen Luftrückstau, welcher den Luftdruck in den Bronchien erhöht und einen Kollaps der Atemwege verhindert.[1] Dies ermöglicht zusätzlich einen vermehrten Schleimabtransport.“
    Aber wenn ich oder wenn man das Ausatmen durch den Mund mit den Stimmbändern verlangsame bzw. verlangsamt, fehlt die Wirkung. Von daher kommt der Wirkung der LB von einem den Atem erleichternden Lippenreflex und nicht von der Stauwirkung an und für sich. Auf diesem Grundsatz ist die Begrenzung der LB auf die Ausatmung schwerverständlich. Lungenkranke müssen auch einatmen. Sie könnten doch die LB bei der Einatmung durch die Nase üben.
    Also wir hätten eine Verbesserung in der Atemtherapie. Mit dem Lippenreflex wäre sie plausibler.

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