Atmungserleichternde Körperhaltungen

In diesem Beitrag erfahrt Ihr einiges über atmungserleichternde Körperhaltungen.

Es ist mal wieder soweit, das Treppensteigen hat doch mehr angestrengt als gedacht und dass Belastungsasthma meldet sich. Wer jetzt lieber nicht zu seinem Bedarfsmedikament greifen möchte, dem seien die atmungserleichternden Körperhaltungen zu empfehlen. Es gibt einige unterschiedliche Methoden um besser durchatmen zu können. Im Grunde genommen funktionieren Sie alle nach dem gleichen Prinzip. Durch diese Körperstellungen wird das Gewicht der Schultern, dass normalerweise auf den Brustkorb liegt, reduziert und sorgt somit für eine erleichterte Atmung.

Kutschersitz

Der Kutschersitz lässt sich überall dort anwenden wo wir einen Stuhl oder eine andere Sitzmöglichkeit vorfinden, die uns erlaubt die Füße auf den Boden zu stellen. Zuerst setzen wir uns aufrecht hin und lassen die Füsse auf den Boden. Nun nehmen wir die Spannung aus dem Rücken, sacken etwas in uns zusammen (leichter Katzenbuckel) und legen die Unterarme auf die Oberschenkel. Am besten funktioniert es, wenn Sie die Ellenbogen auf die Oberschenkel (gleich hinter den Knien) legen. Die Hände lassen wir dabei locker nach unten hängen ohne dass diese sich dabei berühren. Nehmen Sie so die Spannung aus Ihren Schultern und lassen Sie den Kopf nach vorne hängen.
Bleibt noch die Frage, warum heißt es Kutschersitz? Nun, die Kutscher aus den vergangenen Tagen, haben mit Ihren Pferden immer die gleichen Strecken zurückgelegt. Daher wussten die Pferde in der Regel auch den Weg nach Hause und der Kutscher konnte in dieser Stellung bequem dösen.

Torwarthaltung

Wer keine Möglichkeit hat sich hinzusetzten, kann eine atmungserleichternde Stellung auch im Stehen einnehmen. Dabei stehen wir aufrecht und positionieren unsere Füße so, dass wir dadurch einen hüftbreiten Stand einnehmen. Nun den Oberkörper nach vorne beugen und die Hände auf den Oberschenkel oder die Knie legen. Hilfreich kann es zudem sein die Knie etwas zu beugen.

Wandstellung

Es befindet sich eine Wand, ein Zaun oder ein Laternenpfahl in der Nähe? Super, dann kann mit der Wandstellung eine weitere atmungserleichternde Körperhaltung eingenommen werden. Stellt euch aufrecht hin und legt eure verschränkten Arme in Stirnhöhe vor euch an die Wand. Stellt einen Fuß näher an die Wand heran und legt die Stirn auf eure Unterarme die weiterhin an der Wand bleiben.

Das sind wohl die bekanntesten Möglichkeiten um auf eine akute Atemnot zu reagieren.
Es gibt noch eine Vielzahl weiterer Möglichkeiten. So kann man sich z.B. auf einen Tisch abstützen oder sich rittlings auf einen Stuhl setzen und die Arme vor sich auf der Rückenlehne des Stuhl verschränken. Oder man nimmt den Paschasitz. Dabei setzt man sich in einen Sessel, streck die Beine locker aus und lehnt Oberkörper und Kopf an der Sesselrückenlehne an. Die Arme ruhen auf den Armlehnen des Sessels und werden zusätzlich durch Kissen höher gelagert.

Atemtherapeut

Ich kann allen die Probleme mit Ihrer Atmung haben, sei es physischer oder psychologischer Natur, empfehlen einen Besuch bei einem Atemtherapeuten zu machen. Denn durch Stress, Verspannungen und ggf. belastende Lebenssituationen kann sich die Atmung durchaus unbemerkt und auf Dauer verändern. Dies führt dann dazu, dass sich die Atmung nicht mehr gut anfühlt. Ein Atemtherapeut hilft die Atmungsblockaden zu lösen, so dass sich der Vorgang der Atmung wieder normalisiert.

 

Wer Interesse an solch einer Therapie hat, kann sich gerne hier bei einer befreundeten Atemtherapeutin informieren: https://www.atempraxis-dobrot.de

2 Gedanken zu „Atmungserleichternde Körperhaltungen

  1. Asthma ist nur ein beliebtes und traditionsreiches Scheinthema. Physiologische Aufklärung wird verpönt. Aus Rücksicht auf die Industrie oder auf den sekundären Krankheitsgewinn, sagt man nicht, dass Druck an einer Lippe den Atem heilend vertieft. Scharfes Einatmen durch die Nase (Atmung nach Frau Strelnikova) und Zusammendrücken der Lippen und Lippenübungen der Fa. Patakara zeigen taugliche Wirkungen und helfen gegen die Fachidiotie. Siehe „Medically unexplained physical symptoms MUPS“ Laut vorherrschender Meinung soll die Grundursache bei Asthma unbekannt sein.

    1. Den Begriff Scheinthema höre ich so zum ersten Mal. Akkupressur mag bei Asthma helfen und kann wohl auch zu einer verbesserten Atmung führen. Aber: das wird nicht jedem Asthmatiker helfen. Dazu gibt es einfach zu viele Asthmaformen. Und bei schwerem eosinophilem Asthma oder allergischem Asthma wird es meiner Meinung nach schwer, das Athma „wegzudrücken“.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.