Erkältungs-Viren, Grippe und Asthma

Mal wieder ein klassischer Fall. Mein Sohn kommt von der Schule nach Hause und klagt über Halsschmerzen. Nichts ungewöhnliches zu dieser Jahreszeit. Bei mir läuteten jedoch alle Alarmglocken gleichzeitig. Mit Halsschmerzen beginnt ja häufig eine Vireninfektion, die typischerweise mit Husten und einer Nasennebenhöhlenentzündung einhergeht. Die nächsten Tage brachten dann auch die Krankheit mit allen erwarteten Symptome zum Vorschein. Was bei einer Grippe und Asthma den Heilungsprozess beschleunigen kann, lest Ihr hier.

Mit Erkältungs-Virus infiziert – Was tun als Asthmatiker?

Nach ca. 2 1/2 Wochen hatte ich mich auch mit dem Virus infiziert. Das dies erst relativ spät geschah, verdankte ich wohl meiner Vorbeugung gegen solche Krankheiten. Eine Ansteckung kann man so gut wie nicht vermeiden. Aber es ist durchaus möglich, diese heraus zu zögern und den Zeitraum der Krankheitsdauer zu verkürzen. So war ich z.B. nach ca. 7 Tagen wieder relativ fit.

Den Heilprozess unterstützen

Für uns Asthmatiker bedeutet eine Infektion mit einem Erkältungsvirus eine höhere Belastung der Atemwege durch vermehrte Schleimproduktion. Zudem bekommen wir durch die „verstopfte“ Nase weniger Luft, was uns mehr durch den Mund atmen lässt. Dadurch trocknen die Schleimhäute schneller aus, die Immunabwehr wird geschwächt und wir Husten mehr als nötig.

Arztbesuch

Den Gang zum Arzt solltet Ihr euch nicht sparen. Es ist wichtig, das dieser zumindest einmal die Lunge abhört. Warum? Nun, ich hatte vor ein paar Jahren den Fehler begangen und war während solch einer Infektion nicht zum Arzt gegangen. Heraus kam eine Lungenentzündung die mich ein paar Wochen aus dem Verkehr zog (Hier nachlesen). Zugegeben, das ist ein krasses Beispiel. Aber wir sollten schon wissen, ob unsere Lunge „frei“ ist.

Grippe

„Verstopfte“ Nase öffnen

Damit wir aufgrund der zugeschwollenen Nase nicht ständig durch den Mund atmen müssen, benötigen wir entsprechende Nasentropfen oder auch Nasenspray. Nasentropfen wirken jedoch deutlich besser und sind vorzugsweise im Liegen, mit nach hinten geneigtem Kopf ein zu nehmen. So können die Tropfen direkt in die Nasennebenhöhlen laufen. In der Regel bleibt man noch etwas liegen, so lange bis die Wirkung der Nasentropfen einsetzt.

Mehr Wasser trinken

Ebenfalls sollten wir während der Krankheitsdauer auch mehr Wasser zu uns nehmen, als gewohnt. Dies verflüssigt den sich bildenden Schleim und hindert die Schleimhäute daran aus zu trocknen.

Schüßlersalz nehmen

Wer mag, sollte auch an die Einnahme des Schüßlersalzes Nr.4 – Kalium Chloratum denken.
Dies verflüssigt den Bronchialschleim und sorgt somit für einen schnelleren Abtransport desselbigen. Die Wirkung von Schüßlersalzen auf Asthma könnt Ihr übrigens hier nachlesen.

Nasendusche benutzen / Inhalieren

Außerdem ist der Einsatz einer Nasendusche zu empfehlen. Zusammen mit einer hypertonischen Kochsalzlösung wird die Schwellung der Nasenschleimhaut reduziert. Auch reduziert man mit dem Einsatz einer Nasendusche Erkältungsbedingte Kopfschmerzen und reduziert ggf. einen Druckschmerz in der Stirn.

Ähnlich gut funktioniert das Inhalieren von warmen Wasserdämpfen, die Verkrustungen lösen und die Schleimhäute befeuchten. Dem heißem Wasser können auch ätherische Öle hinzugefügt werden. Bitte darauf achten, das diese Öle für das inhalieren vorgesehen sind (Apotheker fragen). Wichtig: Immer durch den Mund einatmen und durch die Nase wieder aus. Atmet man den Dampf durch die Nase ein, führt es dazu das diese komplett zuschwellen kann und der Schleim inklusive Erreger in die Bronchien gelangen.

Mehr vom Asthma-Medikament nehmen?

Wenn ich eine Erkältung oder Grippe habe und ich merke das sich zu viel Schleim in den Bronchialkanälen bildet, dann nehme ich auch mal eine Dosis meines täglichen Asthma-Medikaments (Controller) mehr. Das habe ich mit meinen Arzt zuvor abgesprochen. Bitte macht dies auch bevor Ihr eure Medikamentation eigenständig erhöht.

Den Flutter nicht vergessen!

Setzte den Flutter oder ein anderes Atemtherapiegerät wie den RC-Cornet® Plus ein. Sie helfen den Schleim in den Bronchien zu lösen.

Immunabwehr unterstützen

Denkt auch daran, dass die Immunabwehr eures Körpers nun bestimmte Stoffe vermehrt benötigt um schneller mit den Grippevirus fertig zu werden. Dies betrifft folgende Vitamine und Mineralien:

Vitamin D – Sehr wichtig! Denn es gilt als „Auslöser“ für das Immunsystem. Ist Vitamin D in ausreichender Menge vorhanden, aktiviert es die „Killerzellen“ die den Erreger angreifen.
Lest hierzu bitte auch meinen Beitrag „Besser leben mit Asthma – Vitamin D„.
Wer nicht genügend Sonne in den Sommermonaten getankt hat, dürfte auch  nur einen kleinen Vorrat an Vitamin-D in seinem Körper gespeichert haben. Füllt diesen mit Tabletten oder Vitamin-D-Kapseln langsam wieder auf.

Vitamin C – verhindert zwar keine Infekte, kann aber die Dauer der Erkrankung verringern.

Zink –  Soll nach neuesten Studien die Krankheitsdauer ebenfalls verringern.

Zudem die Vitamine A, E sowie Eisen (enthalten z.B. in Kürbiskernen, Mandeln) und Selen (z.B. Paranüsse und Sonnenblumenkerne).

Knoblauch bei Erkältung

Knoblauch – Enthält entzündungshemmende und antivirale Sulfide. Zudem ist die Knolle voll mit Vitamin A, B und C und enthält neben anderen Mineralien auch Selen, Zink und Eisen.
Also eine rundum gesunde Knolle und ideal um den Erkältungszeitraum etwas zu verkürzen.

Ein ACE-Vitaminsaft zusammen mit Vitamin-D-Tabletten und ein paar Paranüsse knabbern  (hoher Selengehalt) helfen das Immunsystem bei seiner Arbeit zu unterstützen. Wer mag ist dann auch noch etwas Knoblauch als Ergänzung. Eine Wunderheilung vollbringt dies zwar nicht. Aber es ist eine große Hilfe für unsere Abwehrkräfte und verkürzt die Dauer der Krankheit.

Grippe und Asthma: Vorbeugende Massnahmen

Alle oben genannten Maßnahmen können auch als Vorbeugung gegen eine Erkältung oder Grippe eingesetzt werden. Zudem könnte folgendes als Vorbeugung helfen:

• Wechselduschen – Heiß und Kalt
• Sauna
• Sport und Spaziergänge an der frischen Luft
• Regelmäßiges Händewaschen
• Ausreichend Schlaf
• Jeden Tag Obst und Gemüse essen
• Ausreichend Wasser trinken

Interessantes zum Thema Knoblauch:
https://www.zentrum-der-gesundheit.de/knoblauch.html

1 Gedanke zu „Erkältungs-Viren, Grippe und Asthma

  1. Wieso haben nicht all Allergiker Asthma?
    Nach meiner Erfahrung zeigt uns Allen diese Überlegung den Weg zu einer überaus nützlichen aber kaum bekannten Atemübung.
    Ich war eins der vielen Asthmakinder, weil durch Bequemlichkeit und eine verstopfte Nase bei mir die Mundatmung zur Gewohnheit wurde. Das führte zu Asthma, weil bei Pollenwetter ein Lippenreflex sich nicht entwickelte.
    Wenn nämlich ein Atemgesunder einen bestimmten Pollen einatmet, der seine Bronchien verkrampft und eine Atemnot verursacht, so wird er unbewusst kräftiger durch die Nase einatmen, was die Lippen zusammen drückt und durch Reflex die Lunge entspannt. Die Wirkung dieses Reflexes und Gegenspielers zu Asthma lässt sich leicht überprüfen durch Fingerdruck an einer Lippe. Das vertieft spürbar die Atmung.
    Das kräftige Einatmen durch die Nase ist eine wichtige Zielsetzung des Systems der Atemübungen nach Frau.A.Strelnikova (googeln).
    Siehe z. B. das Video mit Frau Julia Makolchina.
    https://youtu.be/VkuUazf06r4 Die Übungen sind in Russland gut eingeführt.

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