Vivatmo – Der Asthma-Radar von Bosch

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Als ich das letzte mal bei meinem Lungenfacharzt war ging es mir nicht besonders gut. Die Bronchienkanäle waren oft viel zu sehr verschleimt, die Luft wurde weniger und die daraus resultierende Müdigkeit war auch nicht hilfreich. Der Arzt bot mir eine sogenannte FeNO-Messung an, die ich allerdings aus eigener Tasche bezahlen musste.
Das FeNO-Messgerät dort in der Praxis ist ein Tischgerät an dem man über ein austauschbares Mundstück und einen angeschlossenen Schlauch ausatmet. Das Gerät analysiert anschließend die ausgeatmete Luft und bestimmt einen Zahlenwert. Vereinfacht ausgedrückt: Je höher dieser Zahlenwert ist, desto höher ist auch die Entzündung in den Bronchien.


FeNO = fractional exhaled Nitric Oxide (fraktioniertes exhaliertes Stickstoffmonoxid) Je größer der Stickstoffmonoxid-Gehalt in der ausgeatmeten Luft, desto größer ist die Entzündung in den Bronchien.


„Sehr praktisch“, dachte ich mir als ich wieder zu Hause war. Ich überlegte ob es nicht auch ein Gerät für zu Hause gab und machte mich an die Recherche. Neben den Tischgeräten die hauptsächlich den Arztpraxen vorbehalten waren, fand ich auch ein Handgerät, das Vivatmo von Bosch für den Hausgebrauch. Leider gab es aber zu diesem Zeitpunkt noch keine Möglichkeit das Gerät zu bestellen und Preise waren auch nicht einsehbar. Da ich keine anderen Geräte fand, gab ich meine Suche damals auf.

Nun, ein paar Monate später, liegt so ein Gerät vor mir auf den Tisch. Bosch hat einige Geräte zum testen bereit gestellt und ich hatte Glück dabei sein zu dürfen. Aus diesem Grund war ich auch gezwungen diesen Artikel als Werbung zu markieren. Ich habe mir das Gerät einmal sehr genau angesehen und im folgenden erfahrt ihr, was der Vivatmo von Bosch kann, für wen er geeignet ist und worauf ihr bei der Benutzung achten solltet. 

Was kann das Vivatmo?

Eigentlich hat das Atem-Analysegerät nur eine Aufgabe. Es zeigt dir nach der Messung einen Zahlenwert an in der Maßeinheit ppb, der dir Auskunft darüber gibt, wie hoch oder niedrig deine Entzündung in den Bronchien ist.
Über den Zahlenwert wird auch eine Farbskala angezeigt, die nach dem Ampelschema arbeitet. Markiert das Vivatmo den grünen Bereich, dann ist in der Regel alles in Ordnung. Der gelbe Bereich bedeutet: „Achtung! Evtl. Maßnahmen erforderlich“. Ist der rote Bereich markiert, solltest du einen Arzt aufsuchen oder zu den dir verordneten Medikamenten greifen.

Display des Vivatmo

Der Zahlenwert und das Ampelsystem können dir also helfen, deine aktuelle Asthma-Situation besser ein zu schätzen. Zusammen mit einem peak-flow-meter und deiner eigenen Erfahrung ist es ein wichtiges Hilfsmittel um zu entscheiden welche Maßnahmen du als nächstes machen kannst, wenn es dir nicht gut geht.
Wichtig ist, das du dich vorher schon einmal mit deinem Lungenfacharzt besprichst. Zusammen mit Ihm kannst du dann die geeigneten Maßnahmen festlegen, die mit bestimmten Messergebnissen verknüpft sind. Das könnte z.B. eine erhöhte Dosis eines Medikamentes sein, die kurzzeitige Therapie mit Cortison oder ähnliches.


Mit dem Vivatmo kannst du die Entzündung in den Bronchien bewerten und somit bei Bedarf vorbeugende Maßnahmen einleiten.


Die Vivatmo App

Zusätzlich zum Vivatmo Gerät ist auch eine spezielle App erhältlich, die man  über Google play oder den App Store erhalten kann (Suchbegriffe: „Vivatmo“, „Bosch“).

Vivatmo App

Nach dem Start der App durchläuft man eine Art Interview in dem unter anderem Daten auch Allergien abgefragt werden. Zusammen mit diesen Angaben macht die in der App integrierte Pollen-Vorhersage Sinn.
Das Vivatmo-Gerät verfügt zudem über eine Bluetooth-Schnittstelle und kann so die gespeicherten Messergebnisse direkt mit der Vivatmo App austauschen.
Die App beinhaltet auch ein Asthma-Tagebuch und jeder Mess-Tag kann bearbeitet werden. Hier kann man dann auch seine Peakflow-Werte eintragen und markieren ob man einen Asthmaanfall hatte. Welche Medikamente man genommen hat, Atemnot, Husten, Hustensekret etc.
Neben einfachen Auswahlmöglichkeiten nach einer Art Sternchensystem, kann man aber auch eigene Notizen hinzufügen. Wer dieses Asthma-Tagebuch täglich pflegt, erhält so eine umfassende Dokumentation seines Asthmaverlaufs.
Die relevanten Daten lassen sich über eine integrierte Exportschnittstelle in eine .pdf- oder .CSV-Datei umwandeln und direkt mit Hilfe einer Email versenden. Ein Testlauf verlief reibungslos, unkompliziert und sehr schnell.

Exportierte .pdf Datei aus der Vivatmo App

Für wen eignet sich das Vivatmo?

Das Gerät eignet sich im Grunde für alle Asthmatiker die immer mal wieder Probleme mit Ihrer Krankheit haben. Wer zum Beispiel öfters zu seinem Bedarfsspray greift oder unter viel Husten und Schleimproduktion leidet, ist mit dem Vivatmo gut bedient.


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*gültig bis 31.12.2020

Meine Erfahrungen mit Vivatmo

Zur Zeit der Entstehung dieses Textes, hatte ich das Gerät zwei Wochen lang täglich im Einsatz.
Bevor man das Gerät nutzt, werden Datum und Uhrzeit eingestellt. Denn ohne diese Angaben können die Messungen natürlich nicht sinnvoll zugeordnet werden.
Eine Messung erfolgt, indem man in das Gerät über das aufgesteckte Mundstück ausatmet. Allerdings ist da etwas tricky. Denn der Atemstrom sollte möglichst gleichmäßig erfolgen. Um die Anwendung zu vereinfachen, ist auf der Rückseite des Gerätes eine LED Anzeige. Diese leuchtet blau wenn der Atemstrom gleichmäßig und mit der benötigten Stärke erfolgt. Eine gelbe Anzeige bedeutet zu geringe Leistung und eine rote Anzeige das die Luft zu stark in das Gerät gepustet wird. Die ersten Messungen sind etwas Gewöhnungsbedürftig. Bis ich den Dreh raus hatte, benötigte ich 4 Anläufe. Denn das Gerät bricht die Messung relativ schnell ab, wenn die benötigte Atemstrom-Stärke nicht erreicht wird. Meiner Meinung nach wäre eine Balkenanzeige besser gewesen, die je nach Atemstärke zu oder abnimmt. Ist die Messung erfolgreich, ertönt ein akustisches Signal und man kann auf dem Display das Ergebnis einsehen.

Austauschbar: Oxycap Mundstücke


Das Handbuch gibt an, das die Mundstücke nur maximal 5 mal genutzt werden können. Wie ich bemerkt habe muss der Zeitraum zwischen den Messung mit nur einem Mundstück relativ kurz sein. Denn im Mundstück befindet sich ein Filter, der relativ schnell Luftfeuchtigkeit aufnimmt und dadurch keine richtigen Ergebnisse mehr liefern kann.
Es ist übrigens ganz schlecht wenn man kurz vor der Messung noch etwas gegessen oder getrunken hat. Das Käsebrötchen und die Tasse Kaffee tragen dazu bei, das die Messergebnisse nicht korrekt ausfallen. Man sollte mindestens eine halbe Stunde vor der Messung nichts mehr Trinken oder Essen. Ich habe dies einmal mit einem Vitaminsaft getestet den ich vorher getrunken habe. Normalerweise hätte mein Wert bei 25 ppb liegen sollen, angezeigt hat das Gerät jedoch 49 ppb. Die anschließende Kontrollmessung lag dann eine halbe Stunde später bei 26 ppb.
Klar ist somit: Das Gerät liefert nur korrekte Ergebnisse wenn wir es richtig nutzen.

Vivatmo Messergebnisse beurteilen

Meine erste Messung habe ich in der Regel immer vor der Einnahme meines Dauermedikaments gemacht. Die zweite Messung erfolgte dann ca. eine halbe Stunde später. Die Beurteilung der Messergebnisse ist nur an Hand von mehreren Messungen möglich und kann eigentlich auch erst nach einer Woche erfolgen. Diesen Zeitraum habe ich zumindest gebraucht um mich an das Gerät zu gewöhnen. Nebenbei habe ich immer das Asthma-Tagebuch aus der Vivatmo App geführt. Ich muss gestehen, es erfordert etwas Disziplin auch noch das Peak-flow-meter zu nutzen und die anderen Daten in der App alle auszufüllen. Am Ende dieser 14 tägigen Testphase kommt dann die große Frage:

Fazit: Lohnt sich das Vivatmo?

Man könnte das Vivatmo zwar täglich nutzen, aber meiner Meinung nach macht dies nicht viel Sinn. Für einen Monat bräuchte man dann ca. 30 Oxycap Mundstücke und da eigentlich täglich ein neues gebraucht wird. Ich habe mir vorgenommen es zu nutzen, sobald ich den Verdacht habe dass sich mein Asthma verschlechtert oder um z.B. den Verlauf einer zusätzlichen Erkältung oder Bronchitis zu verfolgen. Hierzu eignet es sich hervorragend.
Wichtig ist aber, das man am Anfang das Vivatmo mindestens eine Woche nutzt um vergleichbare, persönliche Werte für die Zukunft zu erhalten. Ohne diese dürfte die Deutung späterer Messungen schwierig werden, denn wie wir alle wissen, hat jeder von uns sein persönliches Asthma. Bei einem Wert bis 35 ppb bin ich z.B. noch Beschwerdefrei, das mag aber bei anderen Asthmatikern nicht zutreffen.

Ich kann das Vivatmo bedenkenlos weiterempfehlen. Das die FeNO sinnvoll ist, sollte klar sein. Aber gerade die einfache Handhabung von Gerät als auch App haben mich überzeugt.

Pro & Contras

Pro
+ durchdachte Handhabung
+ Gerät und App sind sehr einfach zu bedienen
+ unkomplizierter Abgleich der Daten zwischen Gerät und App
+ im Vergleich zu professionellen Tischgeräten relativ günstig
+ Weitergabe der Daten aus der Vivatmo App sehr gut gelöst.

Contra
– kann nur sinnvoll von einer Person genutzt werden
– Mundstücke relativ teuer für ein Wegwerfprodukt

Mehr Infos zum Vivatmo finde Ihr unter: https://www.vivatmo.com/

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