Besser leben mit Asthma – (Teil 3) – Wasser trinken

„… und trinken Sie ausreichend Wasser, damit sich Ihr Asthma wohl fühlt.“ Das sagte vor ein paar Jahren ein Arzt zu mir. Ich habe mich dann insgeheim gefragt, warum mein Asthma sich denn wohl fühlen sollte. Aber egal, mir war klar was er meinte. Also habe ich die ersten Wochen als „offizieller“ Asthmatiker etwas auf meinen Wasserhaushalt geachtet. Wobei ich mich immer fragte, was denn ausreichend ist und warum man eigentlich als Asthmatiker mehr Wasser trinken sollte. Und…. was besser trinken … Leitungswasser oder Wasser aus der Flasche?

Warum ist Wasser für uns Asthmatiker wichtig?

Vereinfacht gesagt: Der Schleim, der sich in den Bronchien befindet und nach draußen befördert werden muss, sollte einen relativ hohen Wasseranteil haben. Dies ist eine Grundvoraussetzung das er schnell aus den Bronchien befördern werden kann. Die anderen Gegebenheiten die diesen Vorgang beeinflussen können (wie enge Bronchienkanäle, Erkältung etc.), lassen wir einmal außer Acht. Trinken wir zu wenig Wasser, sinkt der Anteil des Wasser auch in dem produzierten Sekret. Dies macht ihn dann weniger flexibel und es kann zu einem Sekretstau kommen. Der wiederum bringt uns in Luftnot, die wir auf keinen Fall wollen. Auch hält Wasser die Schleimhäute feucht. Dies ist wichtig, da trockene Schleimhäute anfälliger für Infekte sind. Eine hieraus entstehende Erkältung, die sich dann auf die Bronchien legt, benötigen wir ebenfalls nicht.
Ein weiteres Problem ist der Durst. Dieser wird durch eine Ausschüttung des Botenstoffes Histamin im Körper erzeugt, sobald der Wasserhaushalt auf ein zu niedriges Niveau fällt.
Durst bedeutet, das der Körper anfängt das Wasser zu rationieren. Die Histaminausschüttung erreicht aber auch die Bronchien und führt dazu, dass der Körper Wasser zurückhält. Der fehlende Wasserdampf, der normalerweise beim Ausatmen entsteht, produziert dann Hustenreiz und ggf. auch Atemnot. Dies bedeutet, wir dürfen gar nicht erst ein Durstgefühl aufkommen lassen.

Wieviel Wasser trinken?

Allgemein wird empfohlen 1,5 – 2 Liter Wasser verteilt auf den Tag zu trinken. Es gibt aber eine Richtlinie, wie man seinen persönlichen Wasserbedarf berechnen kann:


durschschnittlicher täglicher Wasserbedarf in Liter = 0,035 x Körpergewicht
Beispiel: 0,035 x 80 kg = ca. 2,8 Liter täglicher Wasserbedarf

Wer den Maximalwert nehmen will, rechnet mit 0,04 anstatt 0,035


Bedenken sollte man hierbei, das wir unser Wasser nicht nur durch trinken zu uns nehmen. Wasser befindet sich auch in Lebensmitteln.
In den Sommermonaten und bei körperlicher Anstrengung erhöht sich der Wasserbedarf.
Auf den Tag verteilt trinken bedeutet nicht, sich zwischendurch einen Liter Wasser hinein zu schütten und den Rest des Tages zu warten bis der Durst einsetzt. Es ist sogar empfehlenswert mehrmals täglich kleinere Menge Wasser zu sich zu nehmen, da der Körper diese Menge besser verarbeiten und verteilen kann. Natürlich ist es auch angenehm in bestimmten Situation einfach einen halben Liter Wasser zu trinken. Dies trägt aber mehr dazu bei, die Nieren durchzuspülen.

Mineralwasser oder Leitungswasser?

Zum Schluss nun noch ein paar Gedanken zur Wahl des Wassers..
Leitungswasser unterliegt Vorschriften und wird wesentlich strenger kontrolliert als Mineralwasser. Aber ist es dadurch besser als das Trinkwasser was aus unseren Wasserhähnen kommt? Nun, auch wenn letzteres strengen Kontrollen unterliegt, so gibt es doch einige Bedenken. Z.B. wurden und werden im Trinkwasser auch Rückstände von Medikamenten gefunden, die wir Menschen nach der Einnahme zum Teil beim nächsten Toilettengang wieder ausscheiden. Dies landet dann im Abwasser und zum Teil wieder in unserem Trinkwasser, denn das Ausfiltern dieser Medikamentenrückstände erweist sich offenbar als nicht so einfach. Zudem trägt die Landwirtschaft mit der Düngung der Feldern nicht dazu bei, dass unser Wasser besser wird. Auch Nitrate aus der Gülle und Antibiotika aus der Behandlung der Tiere gelangt über das Grundwasser in unser Trinkwasser. Auch wenn die Trinkwasserqualität regional schwankt und wir in Deutschland qualitativ sehr gutes Trinkwasser aus der Leitung haben, hört das Problem aber nicht zwingend an unserer Haustür auf. Alte Rohre in Häusern sowie einige Warmwasserspeicher, die sich eher als Bakterienbrüter eignen denn als Frischwasserspeicher, lassen die neue Problematik erahnen. Wenn es also das Wasserwerk problemlos schafft, uns sauberes Wasser ins Haus zu befördern, so kann dies doch durch unzureichende Weiterverarbeitung verschlechtert werden. Aus neuen Kupferrohren werden, je nach Wasserqualität und PH-Wert, z.B. auch unterschiedliche Mengen von Kupfer gelöst, die dann mit getrunken werden. Zuviel Kupfer kann für ältere Personen und Kleinkinder schädlich sein.

Auch bei Mineralwasser gibt es Bedenken. Es unterliegt nicht so strengen Kontrollen. Wasser aus Kunststoff-Flaschen kann Weichmacher enthalten, deren Wirkung auf den menschlichen Körper noch nicht gänzlich erforscht ist. Nur der Gedanke daran, dass sich eine Chemikalien aus der Kunststoffflasche löst und in das Wasser gelangt, hat mich dazu gebracht vor einigen Monaten auf Wasser aus Glasflaschen um zu steigen. Warum ich Mineralwasser trinke? Nun, zum einen mag ich es wenn es etwas Kohlensäure enthält. Zudem traue ich den Hausleitungen nie über den Weg. Das mag Quatsch sein. Aber wenn ich Leitungswasser bei uns in der Firma trinke, schmeckt dies komplett anders als das Leitungswasser bei mir zu Hause. Wohnung und Büro sind aber nur knapp 3 Kilometer aus einander…
Bei unserem regionalen Quellwasser habe ich ein besseres Gefühl.

 

Hinweise zum Zusammenhang Histamin und Wasserhaushalt gibt es hier:  http://wasserbotschaften.eu/index.php/asthma

Umfangreiche Informationen zu Wasser findet Ihr unter:
http://www.naturheilmagazin.de/natuerlich-leben/ernaehrung/wasser.html

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